Krankenversicherung im Überblick - gesetzliche und private für Existenzgründer



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Die Info-Seite zur Krankenversicherung für Existenzgründer

Existenzgründer haben die Wahl. Die Wahl GKV oder PKV bleibt dem Gründer selbst überlassen. Um eine sinnvolle Entscheidung zu finden gilt es die Preise und die Leistungen der beiden Systeme zu vergleichen. Im Anschluss geht es um die Suche eines geeigneten Anbieters innerhalb des jeweiligen Systems.

Grundsätzliche Unterschiede:

Preis: In der privaten Krankenversicherung wird Ihnen ein Preis angeboten, der von Ihrem Alter, Ihrem Geschlecht und bestehenden Krankheiten/Risiken abhängt. Der Preis ist nicht von Ihrem Einkommen abhängig, anders als in der gesetzliche Versicherung, bei der es fast nur um Ihr Einkommen geht. Preise für eine Vollversicherung starten bei jungen Existenzgründern schon bei rund 150 Euro pro Monat, incl Pflegepflichtversicherung. Durch eine Selbstbeteiligung an den Krankheitskosten kann zusätzlich auf Gesundheit gepokert werden, so dass der Beitrag schnell um nochmal 100 Euro sinken kann. Derart große Einsparungen durch Selbstbeteiligungen bieten gesetzliche Kassen nicht. In der GKV werden niedrige Einstiegstarife für Existenzgründer angeboten. Der Mindestbeitrag liegt 2008 bei xx,x % der Bemessungsgrundlage 1.242,50. An Stelle von xx,x ist der jeweilige Beitragssatz einzusetzen. Bei angenommenen 15,5% Beitrag kommen nochmal 0,9% Sonderbeitrag sowie 1,7% Pflegepflichtversicherung hinzu. Bei Existenzgründern ohne Kinder kommen nochmal 0,25% hinzu. Dabei bleibt es aber in der Regel nicht. Gesetzlich Versicherte können sich auf eine Betriebsprüfung gefasst machen. Es wird dann der tatsächliche Verdienst ermittelt. Hierdurch kommt es zu kräftigen Nachzahlungsforderungen.

Vergleichsrechnung:

Beim jungen gesunden männlichen Existenzgründer ohne Kinder mit einem monatlichen Einkommen von 1242,50 ergibt sich ein Beitrag für Krankenversicherung und Pflegeversicherung

in der GKV von 231,11 Euro (18,6% x 1.242.50)

während in der PKV rund 150 Euro für eine mindestens Gleichwertige Absicherung genügen.

Wenn nun nach wenigen Monaten Anlaufphase Geld in akzeptabler Höhe fließt und der Gründer bei 2.500 EUR monatlich angelangt ist werden in der gesetzlichen Versicherung 465 Euro monatlich fällig. Der Beitrag der privaten Versicherung bleibt dagegen rund 300 Euro niedriger.

Was ist bei diesem Vergleich PKV GKV zu beachten?

Ein wichtiger Unterschied taucht bei der bloßen Betrachtung der Zahlen nicht auf. In der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten Sie grundsätzlich nur einen Teil der notwendigen zweckmäßigen Ausführung. Das Wäre bei den "3."(Zähnen) eine Erstattung über x% dessen was "Omas Klappergebiss" kosten würde. Den Rest Ihrer natürlich teureren Implantate dürfen Sie ganz alleine zahlen. Eine private Krankenversicherung kann in diesem und in allen anderen Bereichen deutliche Vorteile haben. Eine gesetzliche Versicherung kann höchstens durch eine private Zusatzversicherung etwas abgerundet werden.

Frauen, Menschen mit gesundheitlichen Risiken(Z.B. bestehenden Krankheiten) und ältere Menschen müssen auf Grund des höheren Kostenrisikos höhere Beiträge zahlen. Trotzdem lohnt sich häufig die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung, sowohl der Leistungen als auch des Preises wegen.

Die Versicherungen werden teurer und zwar in beiden Systemen. Steigende Kosten im Gesundheitswesen müssen wir in jedem System in Kauf nehmen. Allerdings werden im System der Gesetzlichen Kassen künstlich Kosten geschaffen: Statt einer Beitragsanpassung werden medizinische Bedienstete genötigt 10 Euro für den Besuch beim Arzt zu kassieren. Das neue Verwaltungsungetüm Gesundheitsfond, welches sich nun zu beweisen hat, wurde recht stark kritisiert. Schließlich verschwindet auch hier Geld in der Verwaltung und geht nicht weiter an Mediziner. Kritik zu unnatürlichen Kostensteigerungen im System PKV betrifft nicht alle Versicherer. Makler beraten hier beispielsweise zur Wichtigkeit der Tarifwerke. Legt eine Versicherung häufig neue Tarifwerke auf (Nicht Tarife! Komplette Tarifwerke!) dann hat das für Die "Altversicherten" Folgen. Das neue Tarifwerk ist unbelastet und kann günstig neue Kunden aufnehmen. Diese Kunden kommen aber nicht in das alte Tarifwerk und schaffen somit keinen Risikoausgleich. Der Alttarif verteuert sich somit durch die alternden und häufiger kranken Versicherten des Alttarifwerkes. Fragen Sie also bei einer Beratung ob die Empfohlene Versicherung übermäßig oft neue Tarifwerke auflegt. Lassen Sie sich aber auch zu anderen Punkten beraten um einen zuverlässigen Anbieter zu finden.

Weitere Besonderheiten sind zu beachten, wenn Kinder mitversichert werden müssen. Hierzu finden Sie auf der Seite Kinder weitere Informationen. Weiter Informationen finden sich außerdem auf der Seite Selbständige.



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